Ein Pfadfinder ist Mitglied einer internationalen Bewegung. Kinder ab sechs Jahren können bereits den Pfadfindern beitreten. Kinder und Jugendliche profitieren von einer Mitgliedschaft der Pfadfinder. Sie werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und lernen durch die Gemeinschaft den Umgang mit anderen Menschen. Das Ergebnis einer Mitgliedschaft bei den Pfadfindern ist ein gutes Sozialverhalten sowie verantwortungsvolles Handeln.
Pfadfinder weltweit
Die Pfadfinderbewegung ist in mehr als zweihundert Ländern verbreitet. Die Zahl der Mitglieder ist seit der Gründung 1907 auf vierzig Millionen Kinder und Jugendliche gewachsen. Um den Pfadfindern beitreten zu können, spielen Hautfarbe, Glaubensrichtung und Familienherkunft keine Rolle. Dies wird wohl mit ein Grund sein, warum die Pfadfinder bis heute beliebt sind und Eltern ihre Kinder gerne in dieser Bewegung anmelden. Der Erziehungsstil der Pfadfinder hat einen positiven Einfluss auf die Entwicklung und das soziale Miteinander der Kinder und Jugendlichen.
Die Pfadfindermethode
Der Gründer Baden Powell bezweckte mit dieser Bewegung eine Erziehung von Kinder und Jugendlichen. Seinen Erziehungsvorstellungen gab er den offiziellen Begriff “Pfadfindermethode”. Diese wird in allen Verbänden der Pfadfinder angewendet. Unterschiede gibt es nur bei der Schwerpunktgewichtung. Ansonsten hat sich jeder Verband an diese Methode zu halten. Es gibt eine Art Verhaltenskodex, an den sich jeder Pfadfinder richtet. Diese Prinzipien sollen Verpflichtungen bedeuten, die eine wichtige Richtlinie im Leben eines Pfadfinders darstellen. Ein Pfadfinder übernimmt eine Pflicht gegenüber Gott (oder einer anderen höheren Macht), Dritten und sich selbst. Dieser Kodex beinhaltet auch das Pfadfinderversprechen, das jedes neue Mitglied abgibt. Um die Werte der Pfadfinderrmethode zu verinnerlichen, ist der Bewegung ein Learning by doing sowie die kleine Gruppenbildung wichtig. So erzieht sich jeder Pfadfinder selbst und wird auch durch die Gruppe immer wieder auf den Kodex aufmerksam gemacht.
Ein Pfadfinder ist aktiv
In einem Verband stehen dem Pfadfinder ein interessantes Programm und viele Aktivitäten zur Verfügung. Eine Mitgliedschaft bedeutet also aktiv zu sein und sich am Gruppenleben und an Aktionen zu beteiligen. Spiele sind ebenso wichtig wie das Erlernen und Fördern verschiedener Fähigkeiten und Ressourcen. Ebenso gibt es immer wieder Unternehmungen, die dem Allgemeinwohl dienen. Das kann eine Waldsäuberung sein oder ein Besuch im Altenheim. Die Aktionen und das Leben eines Pfadfinders stehen zum größtenteils im Einklang mit Natur und Umwelt. Durch Gruppenstunden und Zeltlager entsteht eine starke Vertrautheit und Verbundenheit zu den anderen Pfadfindern wie auch zur Pfadfinderbewegung. Intercamps führen zum Kennenlernen anderer Nationen und Sprachen. Auch Musik gehört zum Pfadfinderleben und fast jede Gruppenstunde oder jedes Lager beinhaltet das gemeinsame Singen. Durch Naturerleben erfährt der Pfadfinder viel Interessantes über Ökologie, Flora und Fauna.
Pfadfinder sein ist eine Lebenseinstellung
Pfadfinder zu sein, bedeutet mehr, als nur ein Mitglied eines Verbandes zu sein. Es ist eine Lebenseinstellung, die sich nicht nur auf das Gruppenleben und die Freizeitaktivitäten mit den anderen Pfadfindern bezieht. Die Werte, die den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben dieser Menschen. Soziale Gerechtigkeit, das Achten der Natur mit allem was dazugehört und ein Glaube an eine höhere Macht sind wichtige Aspekte im Leben eines Pfadfinders. Auch ehemalige Mitglieder richten sich immer noch an diesen Kodex und haben sich zu warmherzigen und hilfsbereiten Menschen entwickelt.
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