Jeder Landesverband ist in Ortsgruppen unterteilt. Die Ortsgruppen werden als Stämme bezeichnet. In den einzelnen Stämmen gibt es vier Gruppeneinteilungen, die sich nach dem Alter der Mitglieder richten. Diese Gruppen nennt man Stufen. Die Stufenzugehörigkeit wird durch ein Abzeichen auf der einheitlichen Pfadfinderkluft sichtbar gemacht. Jede Stufe hat ihre eigenes Symbol. Die meisten verlassen im Erwachsenenalter den Stamm. Einige übernehmen eine Leiterfunktion.
Die Wölflinge
Wölflinge sind die kleinsten beziehungsweise jüngsten Pfadfinder. Sechs- bis elfjährige Kinder gehören dieser Stufe an. Zunächst geht es beim Eintritt darum, dass sich der Wölfling in der Gruppe wohlfühlen kann und sich integrieren lernt. Ältere Gruppenmitglieder helfen dem Neuling bei dieser Eingewöhnungsphase. Auch hier steht wieder Verantwortungsbewusstsein sowie ein gutes soziales Miteinander mit gegenseitigem Respekt im Vordergrund. Als Grundlage wurde das “Dschungelbuch” genommen und so werden auch die Begriffe Meute und Rudel benutzt. Der Gruppenführer heißt Akila und auch die Bezeichnungen der Gruppenhelfer sind Namen des Dschungelbuchs: Baghira, Baluo, Hathi. Die Meute umfasst alle Wölflinge der Ortsgruppe, die dann in kleinere Gruppen unterteilt ist – die Rudel. Die Wölflinge lernen spielerisch das soziale Miteinander und müssen noch keine großen Aufgaben übernehmen.
Die Jungpfadfinder
Die nächste Gruppenstufe ist für elf- bis vierzehnjährige Kinder. Sie dürfen sich jetzt Jungpfadfinder nennen. In dieser Stufe sind die Jugendlichen in einem Alter, in dem sie anfangen ihre eigene Welt zu entdecken. Das wird bei den Pfadfindern auch beachtet. So steht das Entdecken und Erforschen im Mittelpunkt dieser Altersgruppe. Selbstbestimmtes Handeln und eigene Bedürfnisse zu vertreten werden in der Gemeinschaft ermöglicht. Gerade in diesem Alter ist ein Freundeskreis sehr wichtig. Die gleichen Interessen durch die Pfadfinderbewegung lassen die Verbundenheit untereinander größer werden. Zeltlager stellen ein ganz besonderes Erleben für die Jungpfadfinder dar.
Die Pfadfinder
Mit vierzehn Jahren darf man in die nächsthöhere Stufe und gehört nun zu den Pfadfindern. Bis zum Alter von sechszehn Jahren bleibt man in dieser Gruppe. Pfadfinder, die bereits als Wölflinge im Stamm angefangen haben, empfinden ein starkes Zugehörigkeitsgefühl mit dem Verband. Freundschaften innerhalb der Gruppe sind entstanden und gewachsen und durch einige gemeinsame Zeltlager und Aktionen ist man sich sehr vertraut. Die Gruppenleiter sind bemüht, das Selbstvertrauen der Pfadfinder zu stärken. Sie werden motiviert Neues auszuprobieren, auch wenn Selbstzweifel vorhanden sind. Wie Baden Powell schon sagte: “Wenn dir der Verstand sagt, dass etwas unmöglich ist, antworte: Nein, nicht unmöglich; ich sehe was sein wird – ich kann es versuchen; ich kann gewinnen, ich kann, ich kann, ich kann und ich will” .
Die Rover
Als Rover gehört man nun zu den Großen. Rover sein bedeutet, auf dem Weg zu sein. Auf dem Weg vom Jugendlichen zum Erwachsenen. Mit sechszehn Jahren darf man in diese Stufe eintreten. Eigenverantwortliche Aktivitäten sowie das Übernehmen von Verantwortung sind die wichtigsten Merkmale dieser Gruppe. Bei den Zeltlagern achten Rover mit darauf, dass es den jüngeren Mitgliedern aus den Unterstufen gut geht. Außerdem organisieren sie eigene Projekte.
Manche treten einer Gilde von Altpfadfindern bei. In einigen Ländern gibt es auch noch andere Pfadfindergruppen, wie zum Beispiel Seepfadfinder. Auch existieren Pfadfindergruppen für Behinderte, wie die österreichische PWA – Pfadfinder Wie Alle.
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