Was machen Pfadfinder?

Die Aktivitäten der Pfadfinder sind sehr vielseitig und abwechslungsreich. Naturerleben ist ein Kernpunkt bei der Pfadfinderbewegung. Somit haben Unternehmungen und Projekte meistens auch mit Natur und Umwelt zu tun. Weiterhin ist der Kodex wie ein roter Faden, der sich durch das Leben des Pfadfinders zieht. Verpflichtung gegenüber Gott (oder einer anderen höheren Macht) wird deutlich gemacht, indem man entweder miteinander betet oder Dank für die “Kleinigkeiten” zeigt.

Pfadfinder

Verpflichtung gegenüber Dritten zeigt sich im Verantwortungsgefühl für andere Gruppenmitglieder. Niemand aus dem Verband steht alleine da. Es ist immer jemand da, der hilft und unterstützt. Verpflichtung gegenüber sich selbst bedeutet zu lernen, dass jeder sein Leben in die eigene Hand nehmen kann, um das Beste daraus zu machen. Diese Dreigliedrigkeit wird auch in dem Weltbundabzeichen – die Pfadfinderlilie – dargestellt. Doch wie sieht nun eine Mitgliedschaft bei den Pfadfindern genau aus?

Gruppenstunden

Die Gruppenstunde findet in der Regel einmal wöchentlich statt. Dazu treffen sich die Pfadfinder im Stammeszentrum. Bei diesen Wochentreffen lernt man alles rund um das Leben in der Natur. So werden Pfadfindern beigebracht, wie man ein Feuer macht oder wie man einen Kompass liest. Vieles zum Thema Ökologie wird durchgenommen. Tier- und Pflanzenwelt werden nicht nur theoretisch besprochen, sondern auch praxisnah beobachtet und erforscht. Der Bereich Astronomie ist auch ein Teil des Pfadfinderwissens. Pfadfinder sollen lernen, wie man in der Nacht seinen Weg findet, indem sie sich nach den Sternen richten. Die Gruppenstunden werden zu Erlebnisstunden, in denen das Lernen Spaß macht.

Touren

Als Pfadfinder unternimmt man immer wieder Ausflüge. Meistens gehen sie über mehrere Tage und immer stellen sie ein besonderes Abenteuer dar. Ausprobieren ist ein Motto bei der Bewegung. So werden nicht nur Wanderungen mit Rucksack und Zelt organisiert, sondern auch Fahrten mit Kajaks oder Fahrrädern. Auf solchen Touren wird auch schon mal mitten in der Natur übernachtet. Abends mit allen am Lagerfeuer zu sitzen und gemeinsam zu singen ist gerade in der heutigen Zeit etwas ganz spezielles. Gemeinschaftsspiele wie Schnitzeljagden sorgen für Spaß und Spannung. Sommercamps finden oft auch im Ausland statt. Hierbei lernen die Pfadfinder dann auch Sitten und Gebräuche anderer Kulturen kennen, sowie Pflanzen und Tiere, die es zu Hause frei lebend nicht gibt.

Jeden Tag eine gute Tat

Das Pfadfindermotto “Jeden Tag eine gute Tat” wird ernst genommen. Pfadfinder sind bemüht, täglich etwas Gutes zu tun. Das kann ein Taschentragen für die ältere Nachbarin sein oder der Mutter beim Haushalt zu helfen. Kleine Dinge bewirken oft Großes. In der Gemeinschaft werden immer wieder Projekte für das Allgemeinwohl organisiert. Beispielsweise zieht man zusammen los und hebt Abfall auf. Das kann im Wald sein oder im Stadtpark – anschließend herrscht jedenfalls Sauberkeit. Ein Besuch im Altenheim stellt für die Heimbewohner eine wahre Freude dar. Die Pfadfinder haben im Vorhinein schöne Sachen gebastelt, die sie jetzt den Senioren schenken.

Pfadfinder sind Friedensstifter

Die Bewegung ist eine weltweite friedvolle Vereinigung. Pfadfinder setzen sich für den Frieden ein und sind wahre Weltverbesserer. So gibt es immer wieder Unternehmungen, die ein soziales Miteinander fördern und das Umweltdenken verbessern. Integration ist ein wesentlicher Kernpunkt bei den Pfadfindern. Ein Tag der offenen Tür, zu dem auch gesellschaftliche Randgruppen eingeladen werden, dient dem Respekt vor jedem Menschen. Somit finden Menschen mit Behinderungen oder ausländische Mitbürger bei den Pfadfindern einen selbstverständlichen Anschluss.

Foto: V. Yakobchuk-Fotolia

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